Praktikum

Was passiert in unserer Psychosozialen Kontakt- und Beratungsstelle (PSKB)? Einen kleinen Einblick in die Arbeit gibt Sophie Lobert. Die angehende Ergotherapeutin aus Teichwolframsdorf absolviert von August bis Oktober 2016 ein Praktikum in der Einrichtung. Welche Eindrücke sie dabei bereits gewonnen hat, erzählt der folgende kleine Bericht.

 

„Am 8. August 2016 trat ich das letzte Fachpraktikum in meiner Ausbildung zur Ergotherapeutin in der Psychosozialen Kontakt- und Beratungsstelle in Werdau an. Aufgeregt und ohne wirkliche Vorstellung, was mich dort erwartet, traf ich in dieser Einrichtung ein. Schon Tage vor dem Praktikum machte ich mir Gedanken, wie die Arbeit für eine Ergotherapeutin in einer Kontakt- und Beratungsstelle wohl aussehen wird. Mit meiner Vorstellung, dass diese Einrichtung Krankenhaus- bzw. Tagesklinikcharakter haben könnte, lag ich ersichtlich falsch, wie sich im Nachhinein herausstellte.

 

Ich wurde zunächst sehr freundlich von dem Team der PSKB in Werdau willkommen geheißen und spürte ziemlich schnell, dass eine besondere Beziehung zwischen den Kollegen und den Besuchern herrscht – die ich sogar als familiär bezeichnen würde. Dies überraschte mich sehr und empfand ich als Praktikantin sehr angenehm.

 

In der PSKB in Werdau haben die Besucher die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und z.B. tagesstrukturierende Maßnahmen wahrzunehmen – wie das gemeinsame Kochen, welches täglich mit den Besuchern stattfindet. Hierbei wird auf die Essenswünsche der Besucher eingegangen. Die Mahlzeiten werden gemeinsam täglich frisch gekocht und auch dementsprechend eingekauft. Der Besuch in der PSKB in Werdau ist für die Besucher kostenfrei; lediglich für Getränke und Mahlzeiten werden Kosten berechnet, die sich jedoch gering halten und angemessen sind.

 

Am Nachmittag werden den Besuchern zahlreiche Beschäftigungsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt, bei denen sehr auf die Interessen jedes Einzelnen geachtet wird. Den Besuchern stehen eine Vielzahl von Spielen zur Verfügung sowie diverse Materialien zum Basteln, Zeichnen oder Handwerkeln mit Ton, Holz, Peddigrohr. Auch Korbflechten ist möglich. Hier kann jeder Wunsch geäußert werden. Und es wird sich Mühe gegeben, diesen auch umzusetzen. Montagnachmittags findet immer eine selbstgestaltete Sitzgymnastik einiger Senioren statt, an denen die Besucher auch gerne und regelmäßig teilnehmen.

 

In der PSKB werden den Besuchern zusätzliche Veranstaltungen und Ausflüge geboten, wie zum Beispiel ein Wochenendurlaub in Langenreinsdorf, der Kunst- und Zeichenzirkel sowie das Herbstbasteln, welches uns 2016 noch bevorsteht.

 

Im Großen und Ganzen kann ich einfach nur sagen, dass ich mich in der PSKB in Werdau sehr wohl fühle und mir das gemeinsame Arbeiten mit den Besuchern sehr viel Freude macht. Es herrscht ein sehr schönes Arbeitsklima, welches noch viel mehr dazu beiträgt. Ich habe viele neue Eindrücke gewonnen und habe weiterhin die Möglichkeit, Krankheitsbilder der Besucher und den Umgang mit ihnen kennenzulernen und mich darin zu üben. Ich freue mich sehr auf die restliche gemeinsame Zeit und weiterhin auf eine gute und schöne Zusammenarbeit mit Besuchern und Kollegen. Ich bedanke mich herzlich für diese tolle Unterstützung.

 

Sophie Lobert“

 

Leiterin der Einrichtung, Heike Schmidtchen (links) mit Praktikantin Sophie Lobert

Leiterin der Einrichtung, Heike Schmidtchen (links) mit Praktikantin Sophie Lobert          Foto: Anja Saller